Eine Filmemacherin (Margarita Broich) erhält eine Kiste mit Fotos und Filmaufnahmen, die sie zu Erinnerungen an die Geschichte ihrer Familie und die patriarchal geprägte Nachkriegszeit in Köln animiert. So entsteht ein semi-dokumentarisches Selbstbildnis, aufbauend auf dem Privatarchiv der Dokumentaristin Petra Seeger, das um Spielfilmelemente auf drei Zeitebenen und mit wechselnden Hauptdarstellerinnen ergänzt wird.
Mit viel Situationswitz und lebendigem Zeitkolorit entsteht aus den stark divergierenden Elementen eine gedanklich vielschichtige Annäherung an den Selbstbehauptungskampf einer Frau in einer von Männern dominierten Welt. Das Persönliche wird dabei mit leichter Hand zum Allgemeinen verdichtet. – Sehenswert ab 14.