Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof verbindet in diesem aufrüttelnden Drama vier Episoden über Menschen im Iran, die direkt oder indirekt mit der Todesstrafe konfrontiert sind. Ein liebender Familienvater geht nach einem ganz normalen Tag nachts seiner grausamen Arbeit nach. Ein Soldat weigert sich, einen zum Tode verurteilten Mann zu töten.
Ein anderer Soldat reist in die Provinz, um seiner Geliebten einen Heiratsantrag zu machen. Doch der Tod eines hingerichteten Freundes überschattet das Vorhaben. Eine iranische Studentin besucht ihren Onkel in den einsamen Bergen Irans, wo sie eines Geheimnisses innewird, das sie erschüttert.
Der packende Film kreist um das Verhältnis von Moral und Zwang, Widerstand und Überleben in einer despotischen Welt. Trotz aller Kritik an der politischen Führung des Irans ist der Film auch eine Ode an das Land, seine Landschaften und seine Bewohner.
Vor heftigen Sanktionen hat es den prominenten Gegner des Mullah-Regimes allerdings nicht bewahrt. In den Jahren nach "Doch das Böse gibt es nicht" war Mohammad Rasoulof durch eine Haftstrafe und ein Ausreiseverbot massiv eingeschränkt. - Sehenswert ab 16.