Szene aus "Ein Kind wie Jake" (© Plaion)

Ein Kind wie Jake

Familienfilm um einen Jungen, der sich mit weiblichem Rollenbild identfiziert - bis 13.12. in der ARD-Mediathek

Veröffentlicht am
15.11.2025 - 17:41:50
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Eine ganze normale Familie mit einem ganz normalen Alltag, der sich von dem anderer Menschen kaum unterscheidet: Greg (Jim Parsons) und Alex Wheeler (Claire Danes) leben im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Er: ein versierter Therapeut mit etwas zu hellhöriger Praxis. Sie: eine Anwältin, die allerdings ihre Karriere aufgegeben hat, um als Hausfrau und Mutter für ihren vierjährigen Sohn da zu sein. Jake ist ein aufgeweckter und neugieriger Bub. Dass er sich im Kindergarten gern Tüllröcke anzieht und als Aschenbrödel verkleidet, ist weder für ihn noch für andere ein Problem. Doch dann berichtet die Leiterin des Kindergartens, dass die Wutausbrüche und Trotzanfälle des Kleinen rapide zugenommen haben, die Aufnahme in eine Privatschule ist gefährdet. Hat das auffällige Verhalten etwas damit zu tun, dass sich Jake als Junge nicht wohlfühlt?

Regisseur Silas Howard und Autor Daniel Pearle, der sein eigenes Theaterstück adaptiert hat, nähern sich behutsam, sensibel und authentisch den Auswirkungen, die die Genderrollen-Zurückweisung des Kindes auf die Erwachsenen hat. Ob Jake sich wirklich im falschen Körper fühlt, ob er lieber ein Mädchen wäre – für eine Antwort darauf ist er noch viel zu jung. Der Film zeigt eindrücklich, wie sein Umfeld mit dieser Unsicherheit, mit dem Nicht-Hineinpassen in Gender-Schubladen umgeht. - Sehenswert ab 12.

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