Preis der deutschen Filmkritik 2017: Die Nominierungen

Am 12.1. hat der Verband der deutschen Filmkritik seine Nominierungen für 2017 bekannt gegeben

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Im Rahmen der kommenden „Berlinale“ wird einmal mehr der alljährlich vom Verband der deutschen Filmkritik vergebene „Preis der deutschen Filmkritik“ vergeben, mit dem seit mehr als sechzig Jahren herausragende deutsche Filme geehrt werden – nach ausschließlich künstlerischen Kriterien. Am 12.1.2018 hat der Verband die diesjährigen Nominierungen bekannt gegeben. Zu den Favoriten, die in mehreren Kategorien für die Auszeichnung nominiert wurden, zählen Valeska Grisebachs „Western“, Angela Schanelecs „Der traumhafte Weg“ sowie „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“ von Julian Radlmaier, der gleichzeitig als Kandidat in der Kategorie „Bester Film“ und fürs beste Spielfilmdebüt ins Rennen geht. Ebenfalls mehrfach nominiert wurde „Streetscapes [Dialogue]“ von Regisseur Heinz Emigholz, der diesen Januar seinen 70. Geburtstag feiert – u.a. ist der Film in der Kategorie „Bester Spielfilm“ in der Auswahl, obwohl die experimentelle Arbeit des vornehmlich als Dokumentarist bekannten Filmemachers sich jenseits der gängigen Trennung zwischen fiktional und non-fiktional bewegt.

In insgesamt zwölf Kategorien können nun die Filmkritiker, die Mitglieder im Verband sind, unter den Favoriten die Sieger küren, die dann am Montag, den 19.2., in Anwesenheit der Nominierten bekannt gegeben werden.

Hier die Liste der Nominierungen:

BESTER SPIELFILM
Casting (Nicolas Wackerbarth)
Der traumhafte Weg (Angela Schanelec)
Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes (Julian Radlmaier)
Streetscapes [Dialogue] (Heinz Emigholz)
Western (Valeska Grisebach)

BESTES SPIELFILMDEBÜT
Liebmann (Jules Herrmann)
Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes (Julian Radlmaier)
Sommerhäuser (Sonja Kröner)

BESTE DARSTELLERIN
Jasna Fritzi Bauer (Axolotl Overkill)
Maria Dragus / Ella Rumpf (Tiger Girl)
Judith Engel (Casting)
Clara Schramm / Naomi Achternbusch (Blind & Hässlich)
Ursula Werner (Sommerhäuser)

BESTER DARSTELLER
Georg Friedrich / Tristan Göbel (Helle Nächte)
Godehard Giese (Liebmann)
Tom Lass (Blind & Hässlich)
Andreas Lust (Casting)
Meinhard Neumann (Western)

BESTES DREHBUCH
Heinz Emigholz, Zohar Rubinstein (Streetscapes [Dialogue])
Valeska Grisebach (Western)
Julian Radlmaier (Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes)

BESTE KAMERA
Till Beckmann / Heinz Emigholz (Streetscapes [Dialogue])
Julia Daschner (Sommerhäuser)
Bernhard Keller (Western)
Reinhold Vorschneider (Der traumhafte Weg)

BESTE MUSIK
Beat Solèr (Der Mann aus dem Eis)
Ricardo Villalobos, Sonja Moonear, Ata, Roman Flügel, David Moufang, Romuald Karmarkar (Denk ich an Deutschland in der Nacht)

BESTER SCHNITT
Till Beckmann, Heinz Emigholz (Streetscapes [Dialogue])
Bettina Böhler (Axolotl Overkill)
Anne Fabini, Robert Thomann (Denk ich an Deutschland in der Nacht)
Halina Daugird, Angela Schalenec, Maja Tennstedt (Der traumhafte Weg)
Daniel Hacker, Maja Tennstedt (Blind & Hässlich)

BESTER DOKUMENTARFILM
6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage - Die Morde der NSU (Sobo Swobodnik)
Alles gut (Pia Lenz)
Ein Haus in Ninh Hoa (Nguyen Phuong-Dan und Philip Widmann)
Happy (Carolin Genreith)
Zwischen den Stühlen (Jakob Schmidt)

BESTER KINDERFILM
Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs (Christian Theede)
Nur ein Tag (Martin Baltscheit)
Timm Thaler oder das verkaufte Lachen (Andreas Dresen)

BESTER KURZFILM
Tara (Felicitas Sonvilla)
Final Stage (Nicolaas Schmidt)
KA·PUTT (Anna Irma Hilfrich)

BESTER EXPERIMENTALFILM
Das Gestell (Philip Widmann)
Lass den Sommer nie wieder kommen (Alexandre Koberidze)
Manifesto (Julian Rosefeldt)


Die Jurys bei der diesjährigen Preisverleihung setzen sich wie folgt zusammen:


SPIELFILM/EINZELLEISTUNGEN

Andreas Busche

Esther Buss

Ekkehard Knörer

Lukas Stern

Jenni Zylka


KINDERFILMJURY

Oliver Kaever

Axel Timo Purr

Christel Strobel


DOKUMENTARFILMJURY

Malik Berkati

Matthias Dell

Barbara Lorey de Lacharrière


KURZFILMJURY

Jennifer Borrmann

Silvia Hallensleben

Claus Löser


EXPERIMENTALFILMJURY

Dunja Bialas

Hannes Brühwiler

Conny Voester


Foto aus Streetscapes [Dialogue]“ © Heinz Emigholz/Filmgalerie 451

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