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Mit Fakten gegen Putins Propaganda

Reportage über journalistischen Widerstand gegen russische Fake News - bis 30.9. in der arte-Mediathek

Veröffentlicht am
04. Juli 2024
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Der russische Krieg gegen die Ukraine wird nicht allein mit Waffen und Cyberangriffen ausgetragen, das Putin-Regime setzt ebenso auf massive Verbreitung von Desinformationen. Zu den beständig wiederholten Lügen gehören die angebliche Nazi-Herrschaft in der Ukraine und in Ländern, die wie die baltischen Staaten ebenfalls potenziell im russischen Visier liegen, die behauptete Aggression des Westens, insbesondere der NATO-Mitglieder, gegen Russland sowie die vermeintliche Brutalität der durch den Krieg beschlossenen Sanktionen (bei gleichzeitiger ständiger Betonung, dass diese völlig wirkungslos seien). Diesen Fake News etwas entgegenzustellen, ist Verpflichtung für Journalisten in der Ukraine und im restlichen Europa, doch die Schwierigkeiten sind immens. Eine falsche Behauptung lasse sich ohne Weiteres in die Welt setzen, indem einfach jemand etwas in ein Telefon schreibe, die Widerlegung hingegen erfordere aufwändige, sorgfältige Arbeit, wird es in dem Dokumentarfilm von Dominik Wessely auf den Punkt gebracht.

Der Reportage-Film stellt verschiedene journalistische Gruppen vor, die sich Putins Propaganda mit Aufklärung und Richtigstellung widersetzen. So berichten Journalisten der Investigativ-Redaktion „Schemes“ von Radio Free Europe/Radio Liberty über den Krieg, Anton Trigub und andere Journalisten vom noch immer unabhängigen russischen Sender OstWest-TV sammeln Stimmen der Bevölkerung in den baltischen Staaten. Dmytro Dzuhlay ist entschlossen, über russische Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung des Dorfes Schdwischiwka zu informieren, der „Open Source Intelligence“-Experte Kyrylo Ovsyaniy widerlegt mit Hilfe von Satellitenbildern und öffentlich einsehbaren Datenbanken regierungstreue russische Medien und die Narrative von der „Evakuierung“ ukrainischer Kinder nach Russland. – Ab 14.

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