Zwei Menschen in den Dreißigern (Eric Klotzsch, Lana Cooper) verlieben sich und erleben einen beschwingten Sommer in Berlin. Bis die Frau über ihren Kinderwunsch zu reden beginnt, was zunächst prompt zum Abbruch der Beziehung führt, die unter anderen Bedingungen später aber wieder auflebt.
Der federleichte Liebesfilm von Robert Bohrer und Emma Rosa Simon kreist um die Regression und Unentschiedenheit einer Generation, die ihre Jugend bis weit ins Erwachsenenleben ausdehnt. Allerdings geht es der unbeschwerten Melange weniger um eine inhaltliche Vertiefung als vielmehr um ein auch ins Surreale ausgreifendes Spiel mit den Elementen, bei dem allzu ernste Themen auf Metaebenen verschoben werden.
Seine überzeugendsten Momente besitzt „Liebesfilm“ weniger in etwas übereifrig dahingeschwatzten Passagen, sondern in den intimen Szenen einer eigenwilligen Beziehung: in den Unsicherheiten und kleinen Verklemmtheiten, der Stille, die sich mitunter wie ein Graben zwischen dem Paar auftut. Oder im geflüsterten Teilen über Kindheitserinnerungen, einen abwesenden Vater oder ein geliebtes Stofftier. - Ab 14.