Die aus dem Iran stammende
Filmemacherin Narges Kalhor hat im Februar 2024 für „Shahid“ den
„Caligari-Preis“ gewonnen. Seit 2009 lebt sie als politischer Flüchtling in
Deutschland, nachdem sie wegen ihrer kritischen Arbeiten ins Visier des iranischen
Regimes geraten war. In ihrem munter zwischen Stilen und Genres wechselnden
Film wird die Regisseurin von ihrem als Märtyrer gestorbenen Urgroßvater
verfolgt, als sie ihren Nachnamen zu ändern versucht. Ein Gespräch über
iranische und deutsche Einflüsse, Widerstand durch Humor und die Suche nach
einer neuen Filmsprache.
„Shahid“ wird angekündigt als „ein politisches Drama und gleichzeitig
eine verzweifelte Komödie“. Wie passt das zusammen?
Die ursprüngliche Idee hinter dem Film ist sehr politisch. Ich spreche
darin ein ernstes Thema an, das Menschen weltweit betrifft. Es geht aber auch
um meine Versuche, als Frau und nach 15 Jahren Le