In der drastischen Satire „The Substance“ ist Margaret
Qualley aktuell als künstlich erzeugte junge Version einer ausrangierten
Schauspielerin zu sehen. Es ist eine Rolle wie gemacht für die 1994 geborene
US-Amerikanerin, ihr dynamisches Spiel und ihre Vorliebe für Untiefen hinter
Heiterkeit und strahlendem Äußeren. Ein darstellerischer Wagemut, der seit dem
Durchbruch in „Once Upon a Time … in Hollywood“ durch die Zusammenarbeit mit
Filmemachern wie Claire Denis, Ethan Coen und Yorgos Lanthimos belohnt wurde.
„Ich wollte die exakten Ausmaße der Hölle kennenlernen“, antwortet
Trish auf die Frage, was sie mitten in den politischen Unruhen nach Nicaragua
verschlagen habe. Die US-amerikanische Gelegenheitsjournalistin ohne Auftrag,
Geld und Pass wirft anderen gerne solche Sätze vor die Füße. Sätze wie aus einem
Hardboiled-Krimi, die sie überlegener und abgebrühter wirken lassen, als sie in
Wirklichkeit ist. Dabei sind die von der Wahrheit gar nicht mal so weit
entfernt. Für 50 „Dolares“, Shampoo, ein paar Stunden Klimaanlage und die
Hoffnung auf einen Ausweg torkelt die Protagonistin von „