Der
Arthouse-Streamingdienst zeigt eine Reihe von Arbeiten, die der chilenische
Regisseur Raúl Ruiz einst unvollendet ließ und die seine Partnerin Valeria
Sarmiento nach seinem Tod fertigstellte. Außerdem laufen zwei 1940er-Gruselklassiker
von Jacques Tourneur sowie der essayistische Dokumentarfilm „Witches“ von
Elizabeth Sankey.
Der Chilene Raúl Ruiz, 1941 geboren, hat sich mit über hundert Filmen in die
lateinamerikanische und europäische Filmgeschichte eingeschrieben. Bekannte
Werke des Filmemachers, der seit 1974, als er nach dem Militärputsch und dem
Sturz Salvador Allendes seine Heimat verließ, im französischen Exil lebte, sind
etwa seine Marcel-Proust-Verfilmung „Die wiedergefundene Zeit“ (1998) oder der
Krimi „Genealogie eines Verbrechens“ (1996). Eine wichtige Kollaborateurin seiner
komplexen, oft mit Brüchen und Ellipsen arbeitenden Werke war seine Partnerin Valeria Sarmiento, die bei vielen seiner Arbeiten als Editorin mitwirkte; nach
Ruiz’ Tod 2011 nahm sie sich seines filmischen Erbes an und ging daran,
unvollendete Arbeiten fertigzustellen. MUBI zeigt nun ab 29. November drei
Werke, die Sarmiento so ans Licht der Kinowelt gebracht hat.