Der Thriller
„Konklave“ nach dem gleichnamigen Roman von Robert Harris erzählt von der
turbulenten Wahl eines neuen Papstes. In der Hauptrolle ist der britische
Schauspieler Ralph Fiennes als Kardinal Lawrence zu sehen. Er muss nach dem
überraschenden Tod des Papstes die Wahl seines Nachfolgers organisieren. Hinter
verschlossenen Türen entbrennen zwischen dem Gästehaus Santa Marta und der
Sixtinischen Kapelle erbitterte Macht- und Richtungskämpfe. Und außerhalb der
Kirchenmauern eskaliert die Gewalt.
In Ihrem
Film „Im Westen nichts Neues“ erzählen Sie von jungen Männern, die in
einem sinnlosen Krieg ihr Leben und ihre Zukunft verlieren. In „Konklave“ geht
es dagegen um ältere, teilweise auch schon sehr alte Männer. Diese entscheiden
über die Zukunft der katholischen Kirche und unzähliger Gläubiger. Was hat Sie
an diesem thematischen Sprung gereizt?
Edward
Berger: Wenn man
einen Film macht, ist das ungefähr so, wie wenn man über drei Jahre hinweg eine
Unterhaltung führt und einen dabei irgendwann das Gefühl beschleicht, dass
jetzt alles gesagt ist und man