Der
ab 2014 aufgedeckte „Cum-Ex“-Skandal, der den Steuerbetrug durch international
vernetzte Großbanken in Höhe von 146 Milliarden Euro umfasst, beschäftigt noch
immer die europäischen Gerichte. Mit der achtteiligen Serie „Die Affäre Cum-Ex“
wagen sich das ZDF und dänische Koproduzenten an den Finanzskandal heran und nähern
sich ihm aus unterschiedlichen Perspektiven an. Dabei gelingt es Regie und
Drehbuch, komplizierte Verfahren anschaulich, spannend und auf spielerische Weise
umzusetzen.
In
der fünften Folge der achtteiligen Serie „Die Affäre Cum-Ex“, die das
ZDF mit dem dänischen Fernsehen in Auftrag gab und die X-Filme produzierte,
geschieht etwas für die Handlung wie die Erzählweise Ungewöhnliches. Die
Protagonistin – eine deutsche Staatsanwältin – wird von einem internationalen
Gremium der Strafverfolgungsbehörden in Europa zu einem weitreichenden
Untersuchungsantrag befragt; man glaubt ihr die Tragweite des Steuerbetrugs
nicht, den sie in vielen Ländern entdeckt zu haben meint.