Auf der „Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (1973-1975) verhandelten Vertreter der Staaten diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs drei Jahre lang miteinander. Am Ende stand der Beginn der Entspannungspolitik. Der Dokumentarfilm „Der Helsinki Effekt“ würdigt den diplomatischen Kraftakt als bedeutenden Schritt, der historisch als Anfang vom Ende des Kommunismus gedeutet werden kann. Die Jury der Katholischen Filmkritik kürte den Film, der am 12. Juni in die Kinos kommt, zum neuen Kinotipp.
1973 bis 1975 trafen sich die wichtigsten Staatsmänner der Welt auf der „Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (KSZE) in Helsinki. Dabei ging es um Verhandlungen zwischen den West- und Ost-Mächten im Kalten Krieg. Treibende Kraft hinter der Konferenz war der sowjetische Generalsekretär Leonid Breschnew. Tatsächlich erreichte er, dass die Grenzziehungen in Europa auch offiziell eingefroren wurden, was sie realpolitisch ohnehin längst waren. Der Westen hingegen schaffte es, dass sich auch die Russen zu einer Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg und zu einem freien Informationsfluss verpflichteten. Zumindest auf dem Papier.