Mit seiner Verfilmung eines Spannungsromans des mysteriösen Autors B. Traven schielte der österreichische „Halbstarken“-Regisseur Georg Tressler 1959 nach Hollywood, wo er anschließend auch tatsächlich für eine (bei Publikum und Kritik wenig Anklang findende) Beethoven-Filmbiografie engagiert wurde. „Das Totenschiff“ greift alte Traditionen der produzierenden Ufa-Studios auf, indem der Film sich erkennbar an US-Produktionen orientiert.
Der junge amerikanische Matrose Philip Gale (Horst Buchholz) heuert in der düsteren Story auf einem heruntergekommenen Schiff an und erkennt bald, dass dieses dem Untergang geweiht ist. Die Vorgänge bei der Überfahrt werden mit etwas forciertem Realismus inszeniert, doch überzeugen der technische Aufwand und die Bildstärke des Abenteuerfilms, der die ungebrochene menschliche Haltung der hoffnungslosen, verworfenen Figuren zumindest andeutet. – Ab 16.