Bei den islamistischen Terroranschlägen am 13. November 2015 in Paris stirbt auch die Frau des Journalisten Antoine Leiris (Pierre Deladonchamps), die mit 88 anderen Menschen im Konzertsaal Bataclan ermordet wird. Während die Welt geschockt um Erklärungen für das Unfassbare ringt, wendet sich der Witwer auf Facebook direkt an die Attentäter. In bewegenden Worten verweigert er den Hass, den sie hervorrufen wollten: „Freitagabend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht.“ Der Post löst weltweite Anteilnahme aus und machte Leiris zum Sprachrohr der Hinterbliebenen.
Der Film „Meinen Hass bekommt ihr nicht“ von Kilian Riedhof basiert auf Leiris‘ autobiografischem Buch und erzählt aus der Perspektive der Hinterbliebenen. Dabei rückt die Spannung zwischen öffentlicher Trauer und privatem Schmerz in den Mittelpunkt. Das feinfühle Drama zeigt den Versuch, im Angesicht des Unbegreiflichen die Menschlichkeit zu bewahren - ein stilles, zutiefst humanistisches Plädoyer für Liebe und Freiheit. - Ab 14.