Die Polizistin Layla (Maral Keshavarz) schlägt nach einer nächtlichen Feier einen Kollegen, der sie zum wiederholten Mal belästigt, krankenhausreif. Sie beruft sich auf Notwehr, andere Polizisten-Kollegen stellen sie aber als notorische Gewalttäterin dar. Bald gibt es gegen Layla, die schon meherer Disziplinarverfahren wegen Gewalttätigkeiten am Hals hatte, einen Gerichtsprozess. Helfen könnten der Anwältin Annabelle Martinelli (Natalia Wörner), die Laylas Verteidigung übernimmt, zwei Zufallszeuginnen; doch die eine ist Gattin eines der Polizeibeamten, die andere - die titelgebende Maria (Amanda da Gloria) - hat keine Arbeitsgenehmigung in Deutschland und fürchtet sich deshalb davor, vor Gericht auszusagen.
Der Krimi von Regisseur Lars Becker ist der dritte Teil der Filmreihe "Wahrheit oder Lüge" um die von Natallia Wörner gespielte, auf Sexualstraffälle spezialisierte Juristin und ihren Kollegen Quante (Fritz Karl). Er geht geht in seinem Plot um die versuchte Täter-Opfer-Umkehrung recht geradlinig vor, nimmt sich aber trotzdem die Zeit, das Umfeld reizvoll mit charakterlichen Grautönen auszustatten. Insbesondere der Polizeiapparat zwischen Überforderung, Korpsgeist und Geklüngel mit Kriminellen ist mit feiner Ambivalenz gezeichnet. - Ab 16.