Bayan Layla in „Elaha“ (© SWR/Kinescope Film)

Elaha

Drama um eine Deutschkurdin zwischen Sehnsucht und traditionellen Ansprüchen - bis 9.3. in der arte-Mediathek

Veröffentlicht am
11.12.2025 - 10:43:13
Diskussion

Die 22-jährige Kurdin Elaha (Bayan Layla) aus einer traditionsbewussten Familie steckt in einer Notlage. Um vor ihrer Hochzeit den Nachweis sexueller Unschuld zu erbringen, muss sie sich entweder einer Operation durch einen Plastischen Chirurgen unterziehen oder einen anderen Ausweg finden. Doch jeder Versuch zwingt sie in bedrückende Formen von Selbstausbeutung, da der Wunsch nach einer selbstbestimmten Sexualität zum ständigen Konflikt mit den patriarchalen Strukturen führt.

Das sensible Drama von Milena Aboyan versteht es, aktuelle Themen und Hintergründe bei der generationsübergreifenden (Selbst-)Integration fremder Kulturkreise anschaulich und unterhaltsam zu verbinden. Bei einigen der Figuren ist eine gewisse Schematik zu spüren, höchst intensiv präsentiert sich aber die syrische Newcomerin Bayan Layla, die ist gar nicht darauf angewiesen ist, Dialoge über Chancengleichheit oder männliche Gewalt auszubuchstabieren. Sie entfaltet sich vor allem im großartigen Zusammenspiel mit Derya Durmaz, die als ebenso verletzliche wie gnadenlose Mutter für die aufschlussreichsten Momente des Films verantwortlich ist. – Ab 14.

Zur Filmkritik Zum Streaming

Jetzt den FILMDIENST-Newsletter bestellen

Ja, ich möchte wöchentlich den FILMDIENST-Newsletter abonnieren. 
 
In jedem Newsletter befindet sich ein Link zum Abbestellen. 
 
Hinweise zum Widerruf und der Verarbeitung der Daten geben wir in unserer Datenschutzerklärung.
Kommentar verfassen

Kommentieren