„Miss Sophie - Same Procedure As Every Year“ (© Amazon MGM Studios)

Neue Serien im Dezember 2025

Das „Dinner for One“-Prequel „Miss Sophie“, „Schwarzes Gold“ um einen Ölboom in der Lüneburger Heide und vieles mehr: Serienneustarts bei Streamingdiensten & Mediatheken

Aktualisiert am
03.12.2025 - 10:32:43
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Bei Amazon Prime startet die Serie „Miss Sophie“, ein Prequel zum Sketch-Klassiker „Dinner for One“, im Ersten sprudelt zum Jahresende „Schwarzes Gold“ in einem Deutsch-Westernstoff ums Ölfieber in der Lüneburger Heide, und gleich zwei neue Serien kreisen ums Faszinosum Mozart: Neustarts bei Streamingdiensten & Mediatheken.

 

Wenn das Jahresende naht, dürfen in vielen deutschen Haushalten eine gewisse Miss Sophie und ihr getreuer Butler James nicht fehlen. Seitdem das NDR Fernsehen 1961 erstmals den Sketch „Dinner for One“ ausstrahlte, hat sich die kompakte 18-Minuten-Komödie zum absoluten Silvester-Klassiker entwickelt – mit nicht mehr als zwei Protagonisten, einem tückischen Tigerfell und jeder Menge hochgeistiger Getränke. Bei Amazon Prime startet im Dezember nun eine Serie, die das bisher ungelöste Rätsel von „Dinner for One“ lösen will: Was hat es mit Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom eigentlich auf sich, an denen Miss Sophie so zu hängen scheint, dass sie ihren Butler James nötigt, beim Geburtstagsdinner in die Rollen der längst verstorbenen Herren zu schlüpfen?

 

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Die Antwort geben die Drehbuchautoren Tommy Wosch und Dominik Moser in sechs Episoden, die ab 22. Dezember unter dem Titel „Miss Sophie“ als Prequel-Serie laufen. Sophie, im Original-Sketch eine adlige Dame von 90 Jahren, ist darin noch ein junges Ding (Alicia von Rittberg), das sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus finanziellen Gründen gezwungen sieht, nach einem solventen Gatten Ausschau zu halten. Deshalb lädt sie fünf vermögende Heiratskandidaten auf ihren Landsitz – von denen einer prompt ermordet wird. Eine Steilvorlage für eine Mischung aus krimikomödiantischem „Murder Mystery“ und romantischer Komödie, in der neben Alicia von Rittberg Moritz Bleibtreu (Mr. Pommeroy), Frederick Lau (Mr. Winterbottom), Jacob Matschenz (Sir Toby) sowie Christoph Schechinger (Admiral von Schneider) mitspielen; als wackerer Butler ist Kostja Ullmann zu sehen.

Schon in jungen Jahren ist Butler James an ihrer Seite: "Miss Sophie"
Schon in jungen Jahren ist Butler James an ihrer Seite: "Miss Sophie" (© UFA Fiction/Amazon Prime)

 

Die Zeit rund um Weihnachten ist auch für andere Anbieter ein Anlass, mit aufwändigen Serien zu wuchern. In Das Erste bekommen die Zuschauer zum Weihnachtsfest einen deutschen Westernstoff geboten: „Schwarzes Gold“ spielt in der Lüneburger Heide um 1900, wo wenige Jahrzehnte zuvor die erste Erdölbohrung der Welt stattfand und in der Folge ein Ölboom ausbrach, der die Region um die Gemeinde Wietze zu einem deutschen „Wilden Westen“ machte. Die sechsteilige Serie spielt in dieser aufregenden Zeit, festgemacht am Schicksal einer jungen Frau (Harriet Herbig-Matten). Deren Leben verändert sich dramatisch, als unter den Feldern ihrer Familie Öl gefunden wird, was allerlei Begehrlichkeiten weckt. Neben Harriet Herbig-Matten sind Tom Wlaschiha, Lena Urzendowsky und Jessica Schwarz als Darsteller mit an Bord; Hauptautor ist Justin Koch. In der ARD-Mediathek ist die Serie schon ab 22. Dezember verfügbar; im Ersten läuft sie in der Primetime dann ab 29. Dezember.

Deutsches Ölfieber: "Schwarzes Gold"
Deutsches Ölfieber: "Schwarzes Gold" (© NDR/Boris Laewen)

 

Auch Netflix verbreitet Westernflair: mit der US-Serie „The Abandons“ (ab 1. Dezember), die um den Clash zweier Matriarchinnen und ihrer sehr unterschiedlicher Sippschaften in den 1850er-Jahren kreist. Dabei prallen soziale Gegensätze aufeinander, und es entbrennt ein Konflikt zwischen privilegierten Reichen und besitzlosen Outcasts.

 

Babyalarm!

Während es in „The Abandons“ recht grimmig zugehen dürfte, sorgt Rowan Atkinson bei Netflix ab 11. Dezember für weihnachtlichen Klamauk. Mit „Man vs. Baby“ setzt der britische Komiker die Serie „Man vs. Bee“ fort und lässt die von ihm verkörperte Hauptfigur in neue Misslichkeiten geraten, als sie über die Weihnachtstage nicht nur ein Penthouse in London hüten soll, sondern sich auch noch um ein verlassenes Baby kümmern muss. Eine Herausforderung, die bei Atkinson einmal mehr in schieres Chaos mündet.

Schöne Bescherung für "Mr. Bean" Rowan Atkinson: "Man vs Baby"
Schöne Bescherung für "Mr. Bean" Rowan Atkinson: "Man vs Baby" (© Netflix)

 

Dramatisch statt komisch geht es dagegen in der Serie „Little Disasters“ zu, in der sich die Hauptfiguren ebenfalls mit der Fürsorge für Kinder auseinandersetzen müssen. Die Serie kreist um vier Frauen, die sich durch die gemeinsamen Geburtstermine ihrer Babys kennenlernten; darüber wurden sie Freundinnen, die sich gegenseitig bei den Herausforderungen der Mutterrolle zur Seite stehen – bis etwas passiert und eine Entscheidung ansteht, die das Band zwischen den Frauen gefährden könnte. Inszeniert wurde die Serie von Eva Sigurðardóttir; eine der Hauptrollen spielt Diane Kruger. Zu sehen ist „Little Disasters“ bei Paramount+ ab 11. Dezember.

 

Der doppelte Mozart

Gleich zwei Serien widmen sich im Dezember dem Faszinosum Wolfgang Amadeus Mozart. Das „Wunderkind“, dessen Geburtstag sich am 26. Januar 2026 zum 270. Mal jährt, ist eine der beiden zentralen Figuren in „Amadeus“, einer Serien-Neuverfilmung von Peter Shaffers preisgekröntem Bühnenstück, das in den 1980er-Jahren von Milos Forman fulminant verfilmt wurde. Der im Wien des 18. Jahrhunderts angesiedelte Stoff kreist um das komplexe Verhältnis zwischen dem genialischen jungen Mozart (Will Sharpe) und dem arrivierten Hofkomponisten Antonio Salieri (Paul Bettany). Außerdem geht es um die Beziehung zwischen Mozart und seiner künftigen Frau Constanze Weber. Die Serie ist ab 21. Dezember bei Sky/WOW zu sehen; als Showrunner fungiert Joe Barton.

Neuverfilmung des erfolgreichen Theaterstücks um Mozart & Salieri: "Amadeus"
Neuverfilmung des erfolgreichen Theaterstücks um Mozart & Salieri: "Amadeus" (© Sky UK Ltd.)

 

Um Mozarts Verhältnis zu den Frauen dreht sich auch die Serie „Mozart/Mozart“ von Showrunner Andreas Gutzeit, in der sich der Fokus vor allem auf „Nannerl“ richtet, Mozarts Schwester Maria Anna (Havana Joy), die als eine Art Doppelgängerin des Bruders gedeutet wird. Ein musikalisches Wunderkind eigener Güte, das in die Rolle von Wolfgang Amadeus schlüpft, als dieser durch seine Rockstar-mäßigen Kapriolen gesundheitlich lahmgelegt ist. Mozart-Fans, die Wert auf historische Genauigkeit legen, dürften dabei allerdings graue Haare wachsen; denn in der Serie geht es eher um süffige Unterhaltung als um eine Auseinandersetzung mit den historischen Figuren oder der Musik von Mozart.ac

 

 

Serien-Neustarts im Überblick

 

  1. Dezember

Smillas Gespür für Schnee (MagentaTV)

The Tower (arte-Mediathek)

 

  1. Dezember

The Hunt (Apple TV+)

 

  1. Dezember

The Abandons (Netflix)

This City Is Ours (Sky/WOW)

Das Unglück – Staffel 2 (Netflix)

Westernstoff: "The Abandons"
Westernstoff: "The Abandons" (© Netflix)

 

  1. Dezember

Little Disasters (Paramount+)

Man vs. Baby (Netflix)

Die Jahreszeiten (arte-Mediathek)

 

  1. Dezember

Mozart/Mozart (ARD-Mediathek)

Weihnachten zu Hause – Staffel 3 (Netflix)

Stadt der Schatten (Netflix)

Stellt Mozarts Schwester in den Mittelpunkt: "Mozart/Mozart"
Stellt Mozarts Schwester in den Mittelpunkt: "Mozart/Mozart" (© WDR/Story House Pictures)

 

  1. Dezember

Emily in Paris – Staffel 5 (Netflix)

 

  1. September

Amadeus (Sky/WOW)

 

  1. Dezember

Miss Sophie (Amazon Prime)

Schwarzes Gold (ARD-Mediathek)

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