Ein Häschen wird im harten Polizeidienst rasch zur Politesse degradiert, während ein Fuchs den Trickbetrüger spielt, weil ihm diese Rolle von der Gesellschaft zugeschrieben wird. Ein Löwe regiert als Bürgermeister, ein Schäfchen dient ihm als folgsame Assistentin. Erst in der Fortsetzung "Zoomania 2" treten Schlangen und ihre Artgenossen als bisher ausgeblendete Bevölkerungsschicht in Erscheinung. Die tierische Großmetropole in „Zoomania“ und „Zoomania 2“ legt die Mechanismen menschlicher Zivilisation offen, indem sie Fragen von Integration, Stereotypisierung und struktureller Diskriminierung verhandelt. In diesem Sinne gehört der Animationsfilm mitsamt seinem Sequel zu den klügsten urbanen Fabeln der letzten Jahre: Eine Stadt voller anthropomorpher Tiere, die das Ideal einer diversen Gemeinschaft verkörpert und zugleich ihre Brüchigkeit offenbart.
Das Stadtbild, das die „Zoomania“-Filme entwerfen, erscheint auf den ersten Blick wie ein urbanes Paradies. Unter dem Stadtslogan „Hier kann jeder sein, was er sein möchte“ spielen Aussehen, Größe oder