Szenenbild aus „Vergiss nicht zu blinzeln“ (© arte/Fralita Films/Solaria Film)

Vergiss nicht zu blinzeln

Drama um ein französisches Paar, das zwei litauische Kinder adoptiert, die mit der neuen Umgebung fremdeln - bis 31.12. in der arte-Mediathek

Veröffentlicht am
08.01.2026 - 09:24:15
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Das französische Ehepaar Jacqueline (Anne Azoulay) und Léon (Arthur Igual) adoptiert die beiden Geschwister Karolina (Inesa Sionova) und Rytis (Ajus Antanavicius) aus Litauen, die nicht mehr bei ihrer überforderten Mutter wohnen konnten. Für die Eingewöhnungszeit nehmen sie zudem die junge Litauerin Gabriele (Dovile Kundrotaite) als Dolmetscherin und Kindermädchen in ihrem Haus auf. Doch die vor allem von der Adoptivmutter erhoffte, mehr und mehr forcierte Eingliederung verläuft problematisch: Die Kinder fremdeln mit der neuen Umgebung und suchen vor allem die Nähe zu der Nanny. Und auch die positioniert sich zusehends gegen ihre Arbeitgeber.

Das Drama von Austeja Urbaite ist lange Zeit ruhig entwickelt und steigert sich allmählich ins Thrillerhafte, wenn die Konkurrenz der Mutterfiguren immer klarer zutage tritt. Dabei behält sie ihren Blick für die komplexen Ursachen hinter dem Verhalten der Figuren bei und zeigt auch offenkundige Ungerechtigkeit und Manipulation als ambivalente Vorgänge. Die feine Beobachtung und sorgfältige Charakterisierung ergänzen sich mit dem vieldeutigen Setting eines abgeschiedenen Hauses, das je nach Perspektive als Idyll oder als Falle erscheint. (O.m.d.U.) – Ab 16.

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