Genrefilme müssen das Rad nicht immer neu erfinden, aber sie sollten es doch schaffen, altbekannten Erzählmustern durch ihre Machart und ihre Figuren ein frisches Flair zu verpassen. Dem spanischen Film „Verliebt dich nicht in mich“ gelingt das gut: Er bewegt sich zwar in vertrauten „Boy Meets Girl“-Gleisen, entfaltet dabei aber jede Menge Charme, was nicht zuletzt einem guten Dialogdrehbuch und den Darstellern geschuldet ist.
Im Zentrum des Films steht Carlos (Eduardo Noriega), ein Drehbuchautor, der darunter leidet, dass seine Frau ihn sitzengelassen hat. Die Begegnung mit einer schönen Fremden, Irene (Michelle Jenner), die auch kürzlich von ihrem Liebsten verlassen wurde, verspricht Ablenkung. Sie schlägt ihm ein Spiel vor, das ihnen ermöglicht, Zweisamkeit zu genießen, ohne sich wieder auf das Risiko und Verletzungspotenzial einer festen Bindung einzulassen. Sie treffen sich, unternehmen Dinge gemeinsam und lernen sich kennen, verraten sich aber gegenseitig nicht ihre Namen und Kontaktdaten, und vor allem dürfen sie sich nicht ineinander verlieben. Doch natürlich läuft es darauf hinaus, dass es immer schwerer wird, diese letzte Regel einzuhalten.
Dabei punktet der Film mit der Chemie zwischen den Darstellern, klugen Dialogen und einigen geschickten Wendungen, die verhindern, dass das Ganze zu vorhersehbar wird. - Ab 14.