Schon vor einigen Tagen ist der Pilot Overgård (Mads Mikkelsen) mit seinem Flugzeug in der Arktis abgestützt. Seitdem übernachtet er in dem Wrack und verbringt die Zeit neben Fischen mit Wanderungen durch den tiefen Schnee auf der Suche nach einem Funksignal. Bis sein kleiner Notsender plötzlich aufblinkt. Doch die Hoffnung auf Rettung wird bald zunichte gemacht, als der fremde Helikopter in einen Schneesturm gerät und ebenfalls aufs Eis knallt. Die Co-Pilotin (Tintrinai Thikhasuk) überlebt schwerverletzt, ist aber nicht ansprechbar. Gemeinsam versuchen sie, einen Stützpunkt zu erreichen. Dank einer Karte mit den Koordinaten einer Forschungsstation macht der Mann sich mit der verwundeten Fremden, die er im Schlitten hinter sich herzieht, auf den Weg.
„Arctic“ erzählt nüchtern und umso spannender eine epische Überlebensgeschichte. Die Musikanteile sind minimal und die Totalen der weißen arktischen Landschaft spektakulär. Der Erzählfaden ist der Mut eines einsamen Mannes; das Wrack seines grau-roten Flugzeugs ist der einzige visuelle Anhaltspunkt in der monotonen Landschaft. Es gibt nur Kälte, Wind oder Stille, in der immer wieder das Piepen der Uhr am Handgelenk zu hören ist, mit der Overgård sich an lebensnotwendige Aufgaben erinnert.
Die Winzigkeit des Menschen im Kontrast zur weiten Eiswüste prägt den Film. Das geradlinige Überlebensdrama von Joe Penna über den Kampf Mensch gegen Natur legt dem Protagonisten immer neue Herausforderungen auf. Ein überzeugender Hauptdarsteller und eindrucksvolle Landschaftsbilder machen den Überlebensthriller zu einer soliden Unterhaltung. – Ab 14.