Die Dokumentaristin Tamara Stepanyan verknüpft ihre Familiengeschichte und die des armenischen Volks im 20. und 21. Jahrhundert (insbesondere den Völkermord durch die Türkei im Ersten Weltkrieg und die Unterordnung unter das sowjetische System) mit der des armenischen Kinos. In einem intimen persönlichen Kommentar stellt sie dabei auch Fragen an ihren 2020 verstorbenen Vater, einen Schauspieler, die sie ihm zu Lebzeiten nicht mehr stellen konnte.
Dieser Aspekt fließt auch durch privates Videomaterial in den Film ein, darüber hinaus vermag er aber vor allem eine nationale Kinogeschichte über eine kluge Auswahl von Ausschnitten und die informative Rückbindung auf die immer wieder schwierigen historischen Bedingungen zu erzählen. Nicht zuletzt wird das Kino als Ort präsentiert, der das Schicksal der Armenier vor dem Vergessen bewahrt. - Ab 14.