Die US-amerikanische Regisseur Terry Gilliam befand schon als Jugendlicher, dass nichts langweiliger sei als das Bekannte. Deshalb kehrte der studierte Politologe seiner Heimat Ende der 1960er-Jahre den Rücken und schloss sich in England der Komikergruppe Monty Python an, die von seiner visuellen Fantasie enorm profitierten. Ein knappes Jahrzehnt später etablierte er sich mit „Ritter der Kokosnuß“ und „Jabberwocky“ selbst als Regisseur und schuf eines der eigenwilligsten und unverwechselbaren Werke der Filmgeschichte. Hollywood war an ihm immer wieder interessiert, doch Gilliam konnte der Traumfabrik nichts abgewinnen und zog seine eigenwilligen Träume den großen Studios vor. Die von ihm abgelehnten Filme sind legendär, von „Roger Rabbit“ bis „Die Truman Show“. Dafür verschrieb er sich Filmen wie „Brazil“, „König der Fischer“ oder „Fear and Loathing in Las Vegas“.
In der Dokumentation „Terry Gilliams Welt“ wirft Benjamin Clavel einen aufschlussreichen Blick in ein Werk voller Rittergeschichten, raffinierter Illustrationen und märchenhafter Erzählungen für erwachsene Kinder – Überraschungen und Schabernack inklusive. Für Konformismus ist darin kein Platz; vielmehr öffnet sich ein riesiges Tor in eine Welt voller Absurditäten und heilender Fantasien. – Ab 14.