Fünfzehn Jahre nach einer ersten Begegnung, die beide als schicksalhaft erfahren haben, treffen die 70-jährige Shauna (Fanny Ardant) und der 45-jährige Arzt Pierre (Melvil Poupaud) wieder aufeinander und verlieben sich. Obwohl der Mann verheiratet ist und mehrere Kinder hat, lassen sich beide auf eine Beziehung ein, doch eine fortschreitende Parkinson-Erkrankung stellt die junge Liebe vor Herausforderungen.
Das romantische Melodram von Carine Tardieu über die Kraft der Liebe und die Verletzlichkeit des Älterwerdens problematisiert die Geschichte zwar nicht übermäßig, besitzt aber doch einen realistischen Blick auf Hintergründe. Während Pierre, der durch die Affäre weitaus mehr zu verlieren hat, relativ unbekümmert die Initiative ergreift, hat Shauna Bedenken, sich auf den jüngeren Mann einzulassen. Die Sorge um den Verfall des eigenen, für den Jüngeren vielleicht nicht mehr ganz so begehrenswerten Körper spielt dabei noch die geringste Rolle. Trotz des idealisierenden Grundtons ein vor allem durch das Zusammenspiel der Hauptdarsteller zartfühlender Film. – Ab 14.