Viele Filme des 47. Max Ophüls Preis Festival in Saarbrücken drehten sich um gefährliche gesellschaftliche Zuspitzungen, die oft in Gestalt satirisch-poetischer Dystopien durchgespielt wurden. Der Hauptpreis ging an das Drama „Gropiusstadt Supernova“ von Ben Voit; die Ökumenische Jury zeichnete „Wovon sollen wir träumen“ von Milena Aboyan und Constantin Hatz aus.
Vor einem Jahr fand das Filmfestival in Saarbrücken zeitgleich mit der Amtseinführung von Donald Trump in Washington statt, und auch in diesem Jahr stand das 47. Max Ophüls Preis Festival (19.-25.1. 2026) erneut im Zeichen der Politik. In ihrer Eröffnungsrede stellte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger der Unterstellung von Elon Musk, dass die „fundamentale Schwäche der westlichen Zivilisation in ihrer Empathie liege“, ein Zitat von Hannah Arendt entgegen: „Der Tod der menschlichen Empathie ist eines der frühesten und deutlichsten Zeichen dafür, dass eine Kultur gerade in Barbarei verfällt.“
Welche Rolle Filme dabei spielen können, war in vielen der 145 neuen Filme in Saarbrücken Thema, aber auch in Klassikern wie Wolfgang Staudtes Satire „