Unter dem Vorspann erscheinen Höhlenzeichnungen, in denen die Psychologie des 20. Jahrhunderts auch einen Ausdruck der Angst vor den Geistern und Dämonen verstand sowie des Versuchs, sie durch Abbildung zu bannen. Bannen will in dem Film von Claude Chabrol auch der sanftmütig scheinende Schlachter Popaul (Jean Yanne) die „Dämonen“ in seinem Inneren. Von den Erfahrungen des Krieges beschädigt, sucht er Heilung in der Liebe zu der Lehrerin Hélène (Stéphane Audran). Doch da diese sich ihm verweigert, gewinnen die Dämonen die Überhand und treiben Popaul zu Frauenmorden.
Claude Chabrol nutzt den Provinz-Kriminalfall zu einer erschütternden Parabel über die Macht des Bösen und die Zerbrechlichkeit menschlicher Ordnung. Die vollkommene Balance von Form und Inhalt macht den Film zu einem Höhepunkt des französischen Nachkriegsfilms, zudem kommt der Franzose in kaum einem anderen seiner Werke so nahe an sein Vorbild Alfred Hitchcock heran. – Sehenswert ab 16.