Alma Pöysti und Jussi Vatanen in "Fallende Blätter" (© Sputnik Oy/Pandora Film/Malla Hukkanen)

Fallende Blätter

Tragikomödie von Aki Kaurismäki über eine einsame Frau und einen dem Alkohol verfallenen Mann - bis 26.3. in der arte-Mediathek

Aktualisiert am
27.02.2026 - 13:33:07
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Es könnte eine typische Boy-Meets-Girl-Romanze sein: Ansa (Alma Pöysti) und Holappa (Jussi Vatanen) treffen sich zufällig in einer Karaoke-Bar und fühlen sich zueinander hingezogen. Doch „Fallende Blätter“ ist keine RomCom, sondern ein Film des Finnen Aki Kaurismäki, und entsprechend geht es hier nicht hochglanzschön, sondern bodenständig-sozialrealistisch zu. Weder Ansa noch Holappa sind materiell auf Rosen gebettet; beide sind einsam, beide verlieren ihren Job. Die gegenseitige, erblühende Liebe könnte ein Lichtblick für beide sein; allerdings macht es Holappa Ansa nicht leicht: Er entpuppt sich als Trinker, und das ist für Ansa ein No-go. Wird Ansa Holappa trotzdem nicht aufgeben? Und schafft er es, sich um Ansas willen selbst nicht aufzugeben?

Durch diverse Wendungen verfolgt der Film das umständliche Zueinanderfinden der beiden Underdogs; die Anziehung zwischen ihnen ist ein Wärmezentrum in einer Welt, in der es viel zu oft ziemlich kalt zugeht. „Fallende Blätter“ ist eine späte Erweiterung von Kaurismäkis „Proletarischer Trilogie“ (1986-1990) und macht deutlich, dass die Suche seiner Figuren nach dem Glück vor einem Hintergrund stattfindet, der für viele nur wenig davon zu bieten hat. Ein lakonisch-minimalistisches Meisterwerk als zeitloses Plädoyer für Zuneigung und Solidarität. - Sehenswert ab 14.

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