Am Rande des russischen Polarmeeres betreiben drei Meteorologen die Wetterstation Chodowaricha. Aufgrund der eigentümlichen meteorologischen und magnetischen Bedingungen geschieht die Wetterbeobachtung hier noch ganz altmodisch durch Handarbeit, ohne elektronische Unterstützung. Trotzdem sind die ermittelten Daten aufgrund der Lage der Station für die Wetterprognosen von Bedeutung. Alle drei Stunden werden Daten erhoben, bei Wind und Wetter, zu jeder Jahreszeit.
Der lakonische Dokumentarfilm von Stanislaw Mucha macht in Alltagsbeobachtungen Biografien und Konflikte sichtbar. Durch eine Mischung aus Lakonie und Pathos entwirft er aber auch ein tragikomisches Vexierbild vom Rand der bewohnbaren Welt, wo Leidenschaft und Wahnsinn, Tragik und Tristesse nicht weit auseinanderliegen. Was eine dokumentarische Beobachtung sein könnte, wird durch das sorgfältige Arrangement von Bildern und die Lenkung mittels der Informationen aus dem Off-Kommentar zu einer Form von „existentiellem Theater - tragisch und komisch zugleich“ (Mucha). – Ab 14.