Die 35-jährige Mathematikerin Margit (Jutta Hoffmann), Mutter zweier Kinder, sucht nach zwei gescheiterten Verbindungen zum dritten Mal ihr Glück in einer Ehe. Der Richtige könnte ihr Kollege Hrdlitschka (Rolf Ludwig), der jedoch erst einmal ihre Existenz zur Kenntnis nehmen muss. Beim Versuch, ihn zu erobern, erinnert sich Margit auch an ihre Vergangenheit: Als Kind Diakonissenschülerin, ging sie zur Arbeiter- und Bauern-Fakultät und fand in dem Dozenten Bachmann (Peter Köhncke) ihren ersten Mann. Diese Beziehung hatte jedoch ebenso wenig Bestand wie die mit einem Blinden (Armin Mueller-Stahl).
Der stimmige, mit leisem Humor erfüllte Film von Egon Günther wurde Anfang der 1970er-Jahre als bemerkenswert kritischer DEFA-Beitrag zur Diskussion über die Situation der Frau und die Notwendigkeit weiblicher Emanzipation zur Kenntnis genommen. Vorzüglich in ihrer oft improvisiert wirkenden Spiellust ist Hauptdarstellerin Jutta Hoffmann. – Ab 14.