Die Filmemacherin und Fotografin Elfi Mikesch ist mit dem Ehrenpreis des Verbands der deutschen Filmkritik 2025 ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt sie als „Pionierin eines eigenwilligen, subversiven und queeren Anarcho-Kinos“, die beständig die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion überschritten habe, hieß es in der Begründung. In ihrer Laudatio hebt ihre Kollegin Monika Treut hervor, wie sehr Elfi Mikesch die Kunst des Beobachtens beherrscht: immer auf Augenhöhe mit den Menschen in ihren Filmen, aufmerksam und politisch.
Manchmal gibt es Künstlerinnen, über die man lange nachdenkt, bevor man anfängt zu sprechen. Weil man merkt: Eine normale Laudatio reicht nicht. Zu klein, zu ordentlich, zu gerade.
Seit mehr als sechzig Jahren macht Elfi Mikesch Bilder. Nicht laut, nicht modisch, sondern notwendig. Als müsste sie das tun, um atmen zu können. Sie ist Fotografin, Regisseurin, Kamerafrau, Autorin, Produzentin,