Dokumentarisches Porträt des französischen Stummfilmkomikers Max Linder (1883-1925), der als erster Filmstar Weltruhm erlangte und zahllose Kollegen wie Charles Chaplin stark beeinflusste (siehe auch das Filmdienst-Porträt zum 100. Todestag). Der Film von Edward Porembny blickt auf Linders Aufstieg und seinen Niedergang durch nachlassenden Erfolg und psychische Probleme, der schließlich zum Suizid führte, nachdem er zuvor seine Frau getötet hatte.
Über Filmausschnitte sowie KI-generierte Nachstellungen in Stummfilm-Ästhetik stellt das recht aufwändige Dokuporträt die Vita von Linder nach. Dabei vermittelt sich einiges von der künstlerischen Ausnahmestellung, während der KI-Einsatz zu variablen Ergebnissen führt. Im Blick auf die nicht vollständig geklärten Umstände von Linders Tod sucht der Film die Widersprüche herauszuarbeiten und inszeniert die Aussagen von Zeitzeugen, was deutlich ungelenker wirkt als der kundige filmhistorische Teil. Dennoch: eine lohnende Erinnerung an einen Filmpionier. (O.m.d.U.) – Ab 14.