Harvey Weinstein, #MeToo & die Folgen

Rekapitulation eines Skandals, der sich zu einer Bewegung ausgewachsen hat. Und über die Fragen, die sich an die Konsequenzen knüpfen.

Diskussion

Bei der Verleihung der „Golden Globe Awards“ hielt Oprah Winfrey eine Ansprache als Dank für den ihr verliehenen „Lifetime Achievement Award“. Die Rede kursierte bereits wenige Minuten später in den sozialen Medien und wurde am nächsten Tag in vielen Zeitungen der Vereinigten Staaten verbreitet und diskutiert. Mit Blick auf die vielen Filmstars und Filmemacher bei der Preisverleihung sagte Winfrey: „Alle von uns hier im Saal werden gefeiert wegen der Geschichten, die wir erzählen. Aber dieses Jahr sind wir selbst die Geschichte. Diese Geschichte betrifft nicht nur die Unterhaltungsindustrie. Es ist eine Geschichte, die über jede Kultur, Geografie, Rasse, Religion, Politik und Arbeitsstätte hinausgeht.“

Gemeint ist die Geschichte des Aufbegehrens von Frauen, der explosionsartig angeprangerten Ungleichbehandlung und sexuellen Belästigung von weiblichen Untergebenen, Kolleginnen und vielen, die um ihrer Gleichberechtigung und Karriere willen die Anerkennung einflussreicher Männer suchten und mit Mißachtung bestraft wurden. Gemeint sind die Betroffenen des Weinstein- Skandals und der darauf folgenden weiteren Skandale, die nach oft jahrzehntelangem Schweigen in befreiende Anklage ausbrechenden Frauen und die Armee der Solidarischen in der den Erdball umspannenden #MeToo-Bewegung.

Die Kultur des Wegsehens

Weinstein und der Skandal um Schauspieler Kevin Spacey reihen sich in eine „Kultur des Wegsehens“ ein, die Hollywood seit den allerersten Tagen der Filmindustrie beherrsch

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