Der Gangster-Rapper Deso Dogg begann seine Karriere Anfang der Nullerjahre in Berlin. In seinen Texten verarbeitete Denis Cuspert, so sein bürgerlicher Name, seine Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus als Sohn einer Deutschen und eines Ghanaers. Seine Laufbahn als Rapper endet jedoch, als er zum Islam konvertierte und als Rekrutierer des IS schnell zum Star von Social-Media-Videos wurde, die innerhalb der Propaganda des Islamischen Staates eine wichtige Rolle spielten. Das FBI setzte daraufhin die deutschsprachige Übersetzerin Daniela Greene auf Cuspert an, um seine Aktivitäten zu beobachten. Doch Greene verliebte sich in ihn und setzte sich nach Syrien ab, wo sie Cuspert heiratete. 2018 soll Cuspert bei einem Drohnenangriff getötet worden sein; Daniela Greene gelang zuvor die Rückkehr in die USA.
Der Dokumentarfilm von Chris Moukarbel zeichnet Cusperts Karriere nach und rollt auch die Beziehung zu der FBI-Mitarbeiterin auf. Der Versuch, die IS-Propaganda als Reaktion auf islamfeindliche Narrative im Westen sowie Aneignung popkultureller Erzählstrategien zu analysieren, greift zwar etwas kurz; doch der Film vermittelt als Fallstudie einer Radikalisierung interessante Einblicke. - Ab 16.