Während eines Wirtschaftsgipfels im französischen Annecy kidnappen Mitglieder einer Aktivistengruppe namens Phoenix die Kinder der Vorstandsvorsitzenden von vier Konzernen, die als besonders umweltbelastend gelten. Mit der Entführung wollen die sechs jungen Täter:innen von den "Schmutzigen Vier" von den Unternehmen einen echten Wandel statt Greenwashing erzwingen. Doch nicht alles läuft wie geplant; und nicht nur für die Entführer, sondern für alle Involvierten tun sich moralische Dilemmata und Fragen nach den eigenen Werten auf. Als dann auch noch in den Wäldern um Annecy ein Waldbrand ausbricht, spitzt sich die Lage zu.
Die deutsch-französische Miniserie kreist um Spielräume und moralische Grenzen von Öko-Aktivismus in Form eines Entführungsdramas. Zwar hätte dem Szenario etwas mehr Fokus gutgetan– im Lauf der sechs Folgen stellen sich mitunter Längen ein, und nicht jede Nebenhandlung und Beziehungsgeschichte überzeugt. Nichtsdestotrotz punktet die Serie mit einer schön bissigen Bloßstellung der Strategien, mit der große Konzerne sich um ihre ökologische Verantwortung drücken, und mit interessanten Charakterentwicklungen. – Ab 14.