Die geschasste US-amerikanische Journalistin Trish (Margaret Qualley) verliert sich in Nicaragua in den Wirren eines drohenden Bürgerkriegs. In einer Hotelbar trifft sie auf den undurchsichtigen britischen Geschäftsmann Daniel (Joe Alwyn), mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Gemeinsam fliehen sie Richtung Costa Rica und geraten tief in ein Labyrinth aus undurchschaubaren Absichten und doppelzüngigen Aussagen.
Der Film von Claire Denis bewegt sich zwar im Abenteuer- und Politthriller-Ambiente, nutzt die Vorgaben aber im Wesentlichen, um sich wie beiläufig in die Sinnlichkeit von Gesten und Körper zu vertiefen. In hitzigen Nahaufnahmen entsteht ein entschleunigter, verführerischer filmischer Fiebertraum. Alles, bis auf die Begegnung und die Beziehung zwischen Trish und Daniel, bleibt vage und angedeutet – eine Ästhetik der Versinnlichung, in der den kleinen Momenten, dem Nebensächlichen und Banalen die gleiche Aufmerksamkeit zuteilwird wie den großen, dramatischen Ereignissen. – Sehenswert ab 16.