Szenenbild aus "Rafiki" (© Salzgeber)

MUBI im Mai 2026

Eine Reihe mit afrikanischen Filmen, Paolo Sortentinos "La Grazia" und vieles mehr: Neue Arthouse-Highlights & Filmklassiker

Aktualisiert am
29.04.2026 - 14:57:27
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Anlässlich des Filmfestivals in Cannes zeigt der Arthouse-Streamingdienst eine Reihe mit afrikanischen Filmen, die in früheren Jahren in Cannes Premiere hatten. Außerdem im Programm sind Paolo Sorrentinos „La Grazia“ und Ulrike Ottingers „Berlin“-Trilogie.

 

Mitte Mai beginnt das Filmfestival in Cannes, und wie jedes Jahr spiegelt sich dieser Termin auch im Mai-Programm von MUBI wieder. Dieses Jahr richtet der Arthouse-Streamingdienst seinen Fokus auf afrikanische Filme, die in früheren Jahrgängen in Cannes Premiere hatten. Die Reihe umfasst acht Filme aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern und quer durch die Filmgeschichte. Bereits seit April 2026 verfügbar ist der Film „My Father’s Shadow“, der letztes Jahr in Cannes Premiere hatte. Regisseur Akinola Davies Jr. schildert darin aus der kindlichen Perspektive zweier Jungen, die mit ihrem Vater einen Ausflug in die nigerianische Metropole Lagos unternehmen, wo der Vater arbeitet. Der Film folgt den Erlebnissen der Familie auf leicht traumwandlerische Weise und verbindet mit der Familiengeschichte am Rande den Blick auf eine kritische Phase der nigerianischen Geschichte: Er spielt während der von der Hoffnung auf politischen Wandel getragenen Präsidentschaftswahlen im Jahr 1993, die dann aber vom Militär für ungültig erklärt wurden.

"My Father's Shadow"
"My Father's Shadow" (© Lakin Ogunbanwo/Cannes 2025)

 

Neben weiteren jüngeren Filmen wie dem kenianischen Drama „Rafiki“ um die Liebe zwischen zwei Frauen (2018) umfasst die Reihe ab 8. Mai auch diverse Klassiker wie ein Werk des großen ägyptischen Regisseurs Youssef Chahine („Tödliche Rache, 1954) oder den algerischen Historienfilm „Chronik der Jahre der Glut“ (1975) von Mohamed Lakhdar-Hamina.

 

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Außerdem hat der Streamingdienst wieder diverse aktuelle Filme im Angebot, die MUBI in den letzten Monaten in die Kinos gebracht hatte. Ein Highlight darunter ist ab 8. Mai Paolo Sorrentinos „La Grazia“, der letztes Jahr das Filmfestival von Venedig eröffnete. Sorrentinos Stamm-Schauspieler Toni Servillo verkörpert einen fiktiven italienischen Präsidenten, der kurz vorm Ruhestand mit heiklen, moralisch schwierigen Entscheidungen konfrontiert wird: Er muss abwägen, ob er ein Gesetz zur Legalisierung von Sterbehilfe mit seiner Unterschrift auf den Weg bringen will, und entscheiden, wie er mit zwei Gnadengesuchen von wegen Mordes verurteilten Straftätern umgeht.

Toni Servillo in "La Grazia"
Toni Servillo in "La Grazia" (© MUBI/Andrea Pirrello)

 

Kammerspiel um den Fotografen Peter Hujar

Außerdem zeigt MUBI ab 22. Mai einen Film, der ein interessantes Schlaglicht auf den Fotografen Peter Hujar wirft, dem aktuell Ausstellungen in der Bundeskunsthalle Bonn und im Gropius Bau in Berlin gewidmet sind. "Peter Hujar's Day" von Regisseur Ira Sachs stützt sich auf ein Interview der Schriftstellerin Linda Rosenkrantz mit dem Fotografen und setzt die Gesprächssituation zwischen den beiden als Kammerspiel um: Ben Whishaw verkörpert Peter Hujar, der 1974 in seinem New Yorker Apartment seine Besucherin (Rebecca Hall) empfängt und mit ihr über seinen Alltag und sein Leben in der queeren Kunst-Szene New Yorks spricht, deren Bild-Chronist er war.

Außerdem hat MUBI im Mai die Berlin-Trilogie von Regisseurin Ulrike Ottinger im Programm. Nachdem im April bereits der Film „Bildnis einer Trinkerin“ verfügbar war, legt MUBI nun mit „Freak Orlando“ (1981) nach, einer eigenwilligen Interpretation der Regisseurin der legendären Romanfigur von Virginia Woolf. Ebenfalls zu sehen ist die Oscar-Wilde-Replik „Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse“ (1984), die den Dandy-Helden als Figur des Medienzeitalters neu erfindet.

"Peter Hujar's Day"
"Peter Hujar's Day" (© Salzgeber)

 

 

Das MUBI-Programm im Mai im Überblick

 

  1. Mai

Megalopolis

 

Reihe „Theater Welt: Ulrike Ottingers Berlin-Trilogie“

Bereits verfügbar: Bildnis einer Trinkerin

Freak Orlando

Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse

 

  1. Mai

La Grazia

 

Reihe „Afrikanische Filme in Cannes“

Abouna

Chronik der Jahre der Glut

Monangambeee (Kurzfilm von Sarah Moldoror, 1968)

Rafiki

Tödliche Rache

Touki Bouki

Die Wahl

Das Weltgericht von Bamako

Bereits verfügbar: My Father’s Shadow

 

  1. Mai

Sunset

 

  1. Mai

Irreversibel

The Tree of Life

 

  1. Mai

Die Zeit mit Julien

 

  1. Mai

Reihe „Now You see Me: Identitätsspielchen”

Pfau – Bin ich echt?

Ab 22.5.:

Sick of Myself

Hypnose

 

  1. Mai

Peter Hujar’s Day

 

  1. Mai

Die Klavierspielerin

 

  1. Mai

Archipelago

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