Szenenbild aus "Dein unbekannter Bruder" (© PROGRESS/Claus Neumann)

80 Jahre DEFA: Filme im MDR-Fernsehen & in der ARD-Mediathek

Anlässlich des 80. Geburtstags der 1946 gegründeten DEFA, der staatlichen Filmgesellschaft der DDR, gibt es im MDR-Fernsehen und in der ARD-Mediathek diverse Spielfilme aus der DEFA-Geschichte zu entdecken

Aktualisiert am
30.04.2026 - 15:55:33
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Das MDR-Fernsehen sorgt durch regelmäßige Ausstrahlungen dafür, dass das Filmerbe der DEFA, der am 17. Mai 1946 gegründeten staatlichen Filmgesellschaft der DDR, fürs deutsche TV-Publikum zugänglich und präsent bleibt. Anlässlich des 80. Geburtstags der DEFA wartet der Sender nun mit einer ganzen Reihe auf, die dazu einlädt, verschiedene Facetten der DEFA-Filmgeschichte (wieder) zu entdecken: Schon ab 2. Mai laufen im MDR-Programm und in der ARD-Mediathek diverse Spielfilme aus unterschiedlichen Phasen der DEFA-Geschichte.

In der Auswahl fehlen natürlich nicht diverse Märchenfilme, die wohl zu den populärsten Schätzen des DEFA-Filmerbes gehören, aber auch jenseits von Evergreens wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (zu sehen am 14.5. und ab dann bis 20.5. in der ARD-Mediathek) und „Dornröschen“ (online ab 2.5., bis 31.5. in der ARD-Mediathek) gibt es viel zu entdecken. Das Spektrum reicht dabei von Klassikern mit DEFA-Star Manfred Krug („Mir nach, Canaillen“, zu sehen am 3.5. und bis 1.6. in der ARD-Mediathek) und „Hauptmann Florian von der Mühle“ (zu sehen am 10.5. und bis 9.6. in der ARD-Mediathek) bis zum Animationsfilm „Alarm im Kasperletheater“ von Lothar Barke.

Ein Highlight der Auswahl ist „Dein unbekannter Bruder“ aus dem Jahr 1981 (zu sehen 4.5. und ab dann bis 3.6. in der ARD-Mediathek), den die DEFA-Stiftung 2025 digital restauriert hat und der nun in dieser Form TV-Premiere feiert. Der Film von Ulrich Weiß kreist um einen jungen Mann (Uwe Kockisch), der in den 1930ern in der antifaschistischen Widerstandsbewegung gegen das NS-Regime kämpft und zur Tarnung als Filmvorführer arbeitet. Doch die Angst vor dem Verrat und auch davor, der Aufgabe nicht gerecht zu werden, zermürbt ihn mehr und mehr. Das psychologische, expressiv inszenierte Drama brach mit der üblichen heroischen Darstellung des antifaschistischen Widerstands im DDR-Film und sorgte damit für Unmut und staatliche Eingriffe der Staatsoberen: Nach Einwänden hoher DDR-Funktionäre wurde der Film für den Export gesperrt, durfte die Einladung zum Filmfestival in Cannes nicht wahrnehmen und wurde schnell aus den Kinos verbannt.

 

Die „80 Jahre DEFA“-Reihe im Überblick

 

2.5.

Die goldene Jurte (ab Ausstrahlung bis 31.5. in der ARD-Mediathek)

Dornröschen (online first bis 31.5. in der ARD-Mediathek)

 

3.5.

Mir nach, Canaillen! (ab Ausstrahlung bis 1.6. in der ARD-Mediathek)

Das blaue Licht (ab Ausstrahlung bis 1.6. in der ARD-Mediathek)

Alarm im Kasperletheater (ab Ausstrahlung bis 1.6. in der ARD-Mediathek)

Sechse kommen durch die Welt (online first bis 1.6. in der ARD-Mediathek)

 

4.5.

Dein unbekannter Bruder (ab Ausstrahlung bis 3.6. in der ARD-Mediathek)

 

7.5.

Rumpelstilzchen oder Das Zaubermännchen (online first bis 5.6. in der ARD-Mediathek)

Das singende, klingende Bäumchen (online first bis 5.6. in der ARD-Mediathek)

 

9.5.

Die sieben Raben (ab Ausstrahlung bis 7.6. in der ARD-Mediathek)

 

10.5.

Hauptmann Florian von der Mühle (ab Ausstrahlung bis 9.6. in der ARD-Mediathek)

 

12.5.

Rübezahl und der Schuster (online first bis 1.6. in der ARD-Mediathek)

 

14.5.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (ab Ausstrahlung bis 20.5. in der ARD-Mediathek)

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