Mit dem Urashima-Tunnel, der in Tomohisa Taguchis Anime „Tunnel to Summer“ eine zentrale Rolle spielt, hat es eine besondere Bewandtnis: er verbindet nicht nur einfach zwei Orte, sondern die Zeit scheint in ihm verrückt zu spielen; die Uhren laufen hier anders als in der normalen Welt. Die Entdeckung dieses erstaunlichen Phänomens fällt für den Teenager Kaoru, den der Tod seiner Schwester aus der Bahn geworfen hat, mit einer anderen, nicht minder erstaunlichen Entdeckung zusammen: der ersten großen Liebe. Kaoru trifft auf die unsichere angehende Manga-Autorin Anzu, die sich wie er für den sagenumwobenen Urashima-Tunnel interessiert, der einer lokalen Legende zufolge denen, die ihn durchqueren, einen Wunsch erfüllen soll - allerdings zu einem hohen Preis, denn was im Tunnel nur wenige Sekunden sind, sind in der realen Welt Stunden.
Das 2022 entstandene Coming-of-Age-Anime verbindet die Erkundung der Gefühlswelt der Heranwachsenden auf interessante Weise mit der Relativitätstheorie. Dabei verfügt er zwar nicht ganz über die Bildgewalt des thematisch verwandten „Your Name“, hat als zarte Geschichte jugendlicher Gefühlswirren aber durchaus seinen Reiz. - Ab 14.