Im Hamburger Schanzenviertel wird bei Bauarbeiten eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Als die Umgegend evakuiert wird, kreuzen sich die Wege mehrerer Menschen. Im Mittelpunkt steht die Bombenentschärferin Lane Petersen (Anne Ratte-Polle), die ihren krebskranken Kollegen Otto Bismarck (Bernhard Schütz) vertreten soll, obwohl sie selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Lanes demente Mutter (Barbara Nüsse) hingegen hat die verheerenden Bombenangriffe auf Hamburg als Kind miterlebt und weigert sich standhaft, ihre Wohnung zu verlassen. Als sie ihren Nachbarn Viktor Knigge (Karl Markovics) besuchen will, entdeckt sie nicht nur seine Frauenkleidersammlung, sondern auch den afghanischen Flüchtling Junis Nerwa (Ivar Wafaei), der sich vor der Polizei versteckt.
Regisseurin Kerstin Polte entfaltet geschickt ein Kaleidoskop menschlicher Schicksale, das um Flüchtlingskrise, Krankheit und berufliche Überforderung kreist und ein vielschichtiges Bild der Gesellschaft entwirft. Erst im Miteinander, in der Begegnung mit anderen, erfahren sie Hilfe und Nähe, nicht zuletzt, weil sie bereit sind, auf andere zuzugehen. Zugleich streift der Film auch das Thema des Bombenkriegs auf deutsche Städte. – Ab 14.