Szene aus "Archive"
Szene aus "Archive" (© Eurovideo)

Archive (TELE 5)

Ein Science-Fiction-Drama um einen einsamen Wissenschaftler und Maschinenwesen, die zu Gefühlen fähig zu sind - am 13.10., 20.15-22.35 Uhr, auf TELE 5 (Erstausstrahlung)

Aktualisiert am
04.10.2026 - 10:30:10
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Sie hatte einen Traum. Von einer Autofahrt. Behauptet sie zumindest. Auf die Frage, ob die Fahrt schön gewesen sei, weiß sie jedoch keine Antwort. Sie ist eben nur ein Prototyp, mit dem man Geduld haben muss, weil er noch nicht ausgereift ist. George (Theo James) mag seinen kastenförmigen Roboter J2 trotzdem gerne. Schon deshalb, weil ihn J2 seinem Traum ein Stück nähergebracht hat. Der Programmierer will die perfekte Maschine erschaffen. Eine Künstliche Intelligenz, die innerlich wie äußerlich seiner großen Liebe (Stacey Martin) nachempfunden ist. Auch, weil er auf der abgelegenen Forschungsstation einsam ist. Die Roboter scheinen schließlich immer menschenähnlicher zu werden und gar Gefühle zu entwickeln. 

Das bild- und tongewaltige Regiedebüt von Gavin Rothery auf den Spuren von Roboter-Filmen wie „Ex Machina“ setzt durch seine Atmosphäre von Anfang an ein Ausrufezeichen. Die Kamera schwebt über verschneite Wälder, bis sie bei einem Forschungszentrum auf dem Gipfel eines Berges über einem kleinen Wasserfall Halt macht. Hier ist alles eckig und kantig und erinnert mehr an einen Hangar aus einem „Star Wars“-Film als ein stylisches Labor. 

Der als visuell kraftvolles futuristisches Kammerspiel vor imposanter Kulisse konzipierte Science-Fiction-Film ist im Kern ein Psychodrama und erzählt im Spiegel der Maschinen von allzu menschlichen Themen. - Sehenswert ab 14.

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