Frankreichs Beste: Die „César“-Nominierungen 2018

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Robin Campillos „120 BPM“ (→ Filmseite) gehört zu den Favoriten unter den Nominierten für die diesjährigen „Césars“, die wichtigsten französischen Filmpreise, die am 2. März in Paris verliehen werden. Das Drama, das im Spätjahr 2017 auch in den deutschen Kinos lief, erzählt von der so genannten „Act up“-Protestbewegung, die sich in den 1990er-Jahren um AIDS-Kranke und ihre Angehörigen formierte, um für Transparenz in der Forschung und Engagement in der Prävention zu protestieren. Für das engagierte, formal brillante Zeitbild gab es stolze 13 Nominierungen, darunter auch als „Bester Film“.

Den Platz an der Spitze der „César“-Anwärter teilt sich „120 BPM“ mit der Literaturverfilmung „Au revoir là-haut“, einer Adaption des mit dem „Prix Goncourt“ geehrten gleichnamigen Romans von Pierre Lemaitre, der im Frankreich der Zeit unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg spielt und von zwei aus unterschiedlichen sozialen Sphären stammenden ehemaligen Soldaten handelt. Der Film, der bisher noch keinen deutschen Kinostart hat, wurde ebenfalls 13 Mal nominiert. Zu mehrfach nominierten Werken gehört außerdem der neueste Regie-Streich des „Ziemlich beste Freunde“-Regieduos Eric Toledano und Olivier Nakache: „Das Leben ist ein Fest“ (→ Filmseite), u.a. ebenfalls als „Bester Film“ nominiert, feuert rund um eine noble Feier ein wahres Feuerwerk an Klamauk und Slapstick ab, lotet aber zugleich einen ganzen Mikrokosmos an menschlichen Gefühlen und Reaktionen aus. Der Film ist ab 1. Februar in den deutschen Kinos zu sehen.

Eine Liste mit sämtlichen Nominierungen für die „Césars 2018“ findet sich auf der Webseite der französischen Filmakademie: www.academie-cinema.org

(Foto: "120 BPM")

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