Österreichische Filmpreise 2018

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Ein Nachwuchstalent der Filmakademie Baden-Württemberg triumphierte bei der Verleihung der Österreichischen Filmpreise: Adrian Goiginger, 1991 in Salzburg geboren und seit 2013 Student der Filmakademie in Ludwigsburg. Sein autobiografisch geprägter Debütfilm „Die beste aller Welten“ (Filmseite) setzte sich in den wichtigsten Kategorien durch. Der Film, der Ende September 2017 auch in Deutschland in die Kinos kam, erzählt von einem aufgeweckten Siebenjährigen, der in einer Wohnsiedlung in Salzburg unter Drogenabhängigen aufwächst, zu denen auch seine Mutter gehört. Ein hautnah inszeniertes Suchtdrama, das detailgenau und differenziert ein Bild der Abhängigkeit zeichnet. Dafür wurde "Die beste aller Welten" als bester Spielfilm, für die beste Regie und für das beste Drehbuch geehrt.

Mehrfach ausgezeichnet wurde auch Barbara Alberts historisches Drama „Licht“ (Filmseite ) über die blinde Musikerin Maria Theresia Paradis (1759-1824), insbesondere in „technischen“ Kategorien, die den durchdachten Look des Films würdigen, etwa für die beste Kamera, das beste Kostüm- und das beste Szenenbild. Geehrt wurde außerdem das letzte Werk des österreichischen Filmemachers Michael Glawogger, der Dokumentarfilm „Untitled“ (Filmseite ), den der 2014 verstorbene Regisseur nicht selbst beenden konnte und den an seiner Stelle seine Cutterin Monika Will fertigstellte.


Sämtliche Preise:

Bester Spielfilm: DIE BESTE ALLER WELTEN (R: Adrian Goiginger)

Bester Dokumentarfilm: UNTITLED (R: Michael Glawogger, Monika Willi)

Bester Kurzfilm: MATHIAS (R: Clara Stern)

Beste Regie: Adrian Goiginger (DIE BESTE ALLER WELTEN)

Beste weibliche Hauptrolle: Verena Altenberger (DIE BESTE ALLER WELTEN)

Beste männliche Hauptrolle: Lars Eidinger (DIE BLUMEN VON GESTERN)

Beste weibliche Nebenrolle: Maresi Riegner (LICHT)

Beste männliche Nebenrolle: Lukas Miko (DIE BESTE ALLER WELTEN)

Bestes Drehbuch: Adrian Goiginger (DIE BESTE ALLER WELTEN)

Beste Kamera: Christine A. Maier (LICHT)

Bestes Kostümbild: Veronika Albert (LICHT)

Beste Maske: Helene Lang (LICHT)

Beste Musik: Wolfgang Mitterer (UNTITLED)

Bester Schnitt: Monika Willi (UNTITLED)

Bestes Szenenbild: Katharina Wöppermann (LICHT)

Beste Tongestaltung: Manuel Siebert, Matz Müller, Erik Mischijew, Tobias Fleig (UNTITLED)

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