Kurt Cobain: Montage of Heck

16.2., 21.45-23.55, arte (ERSTAUSSTRAHLUNG)

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Als am 8. April 1994 die Leiche von Kurt Cobain gefunden wurde, war nicht nur die Geschichte der Band Nirvana, sondern auch die Karriere eines Musikers zu Ende, zu dessen Mythos es gehört, dass sie spektakulär unvollendet blieb. Zum Zeitpunkt seines Todes war Cobain 27 Jahre alt, hatte aber, so suggeriert es Brett Morgens multimediale Dokumentation „Kurt Cobain: Montage of Heck“, sich bereits jahrelang mit dem Gedanken der Selbsttötung getragen. Im Gegensatz zu konventionellen Musikdokumentationen versucht Morgen nicht, Cobains Biografie durch das übliche Archivmaterial, Zeitzeugen-Kommentare und die größten Hits zu rekonstruieren (obwohl das alles auch vorkommt), sondern er schreibt eher an einer Art fiktiven Autobiografie auf der Basis von Privatfilmen, Skizzenbüchern und anderem Archivmaterial, die einen frischen Blick auf Cobain erlauben. Der Film entwirft ein für Fans durchaus kontroverses Bild, dessen wenige Leerstellen souverän durch animierte Sequenzen gefüllt werden. Eine popgeschichtliche Einordnung wird nicht versucht, sondern es bleibt bei einer intimen Annäherung. – Ab 14.

Foto: arte/2014 End of Movie

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