„Kurz vor Morgengrauen“: Nicholas Ray und Wim Wenders

In Wim Wenders’ Film „Der amerikanische Freund“ (1976) spielte Nicholas Ray den Maler Derwatt, der sich für tot ausgab und sich, mürrisch und misanthropisch, in einem New Yorker Loft wie in einem Mausoleum verschanzte, während Tom Ripley (gespielt von Dennis Hopper) in Europa Gemälde Derwatts, quasi aus dem Nachlass, zu hohen Preisen auf den Markt brachte – eine auch heute noch faszinierende Studie um Lug und Trug, Schein und Sein als subtile Melange aus deutschem Autorenkino und verständiger Vorbeugung vor den großen „auteurs“ des Hollywood-Kinos. Vier Jahre später begegneten sich Wenders und Ray noch einmal, als Wenders in dem halbdokumentarischen Spielfilm „Nick’s Films – Lightning over Water“ (198

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