Casting JonBenet

Die Fiktion beginnt unmittelbar an den engen Grenzen der eigenen Wahrnehmung. Bei echten Kriminalfällen aus den Nachrichten fiebert die Öffentlichkeit oft mit, als wären es spannende Geschichten. Man beginnt Rollen zuzuweisen, fiktionalisiert Menschen und Ereignisse, castet Helden und Schurken. In ihrem Dokumentarfilm nimmt sich die australische Filmemacherin Kitty Green dieses Phänomens an. Statt aus dem unaufgeklärten Mord an der sechsjährigen Schönheitskönigin JonBenét Ramsey im Jahr 1996 eine weitere „True Crime“-Story zu pressen, geht die Gestaltung auf Distanz zum Geschehen. Die Regisseurin erfindet (ähnlich wie Robert Greenes „Kate Plays Christine“, 2016) einen Spielfil

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