I Love Dick

Ob Jill Soloway ihre Adaption von Chris Kraus’ gleichnamigem Buch deshalb nach Marfa, Texas verlegt hat, um einen passenden Rahmen für Kevin Bacons ersten Auftritt zu haben – hoch zu Pferde und mit Cowboyhut? Die Western-Landschaft gibt jedenfalls eine großartige Bühne für Dicks Männlichkeits-Selbstinszenierung ab. Sie liefert aber gleichzeitig einen Realitätsanschluss: In Marfa wurde in den 1970er-Jahren die so genannte Chinati Foundation gegründet, die in der Serie die Blaupause abgibt für das vom intellektuellen Macho Dick geleitete Kunstzentrum. Dorthin verschlägt es in Episode 1 die Regisseurin Chris (Kathryn Hahn) zusammen mit ihrem Ehemann Sylvère – eine typische Fish-out-of-Water-Situation für die New Yorkerin, die eigentlich nur ihren Ehemann absetzen und weiter zum Filmfestival nach Venedig jetten wollte, dann aber bleibt, weil ihr Film wegen Streitigkeiten um die Musikrechte wieder ausgela

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