„Ich liebe es, etwas Unmögliches möglich erscheinen zu lassen“

Er ist der Altmeister des tschechischen Märchenfilms: Filme wie „Prinz und Abendstern“, „Wie man Dornröschen wachküsst“ und „Das Mädchen auf dem Besenstiel“ sowie die Serie „Die Märchenbraut“ gelten als Klassiker des Genres und erfreuen sich auch in Deutschland großer Popularität. Und dann ist da noch der Film, den fast jeder kennt: der Dauerbrenner „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Beim diesjährigen Filmfestival im Karlovy Vary wurde Václav Vorlíček, inzwischen 87 Jahre alt, mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk geehrt. Was bedeutet Ihnen dieser Ehrenpreis? Vorlíček: Ich bin ganz stolz und glücklich, dass dieser Preis auch einmal zu mir gekommen ist. Er bezieht sich ja auf alle Facetten meines Oeuvres. Die Genres, in denen ich vor allem gearbeitet habe, sind Komödien und Märchenfilme. Das sind die Genres, die ich am meisten liebe. Alles, was mit Fantasie zu tun hat und man auf den ersten Blick vielleicht für Unsinn halten mag. Ich liebe es, etwas Unmögliches möglich erscheinen zu lassen. Es ist das Publikum, für das das Sinn machen muss. Ich bin absolut glücklich, wenn dann das ganze Kino lacht. In Deutschland werden Sie in erster Linie als Märchenfilm-Regisseur gesehen. Vorlíček: Naja, ich habe insgesamt acht Märchenfilme gedreht und ansonsten vor allem ziemlich überzogene Komödien. Aber ich liebe es, Märchen zu erzählen. Ich fühle mich sehr wohl in diesem Genre. Mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ etwa bin ich absolut glücklich. Der Film ist seinerzeit auf der tschechischen Filmmesse in Brünn vorgestellt worden und von dort aus in die ganze Welt verkauft worden. In 50 Länder wurde er verkauft. Sie hatten mit Libuše Safránková auch eine wunderbare Hauptdarstellerin. Vorlíček: Für „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ habe ich mir sehr viele Mädchen angesehen, die vom Kon

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