Dreams Rewired - Mobilisierung der Träume

Der Vorspann läuft über Menschenmassen ab: ein Gewimmel winziger Gesichter, Flecken nur, ein träges Menschenmeer, in dem der Zelluloid-Schmutz und die Kratzer tanzen. Es sind bewusst unrestaurierte Bilder, die ihre Antiquiertheit nicht verleugnen. Aber, so die Pointe dieses Found-Footage-Essays, im Vergangenen steckt das Heutige, wenn nicht sogar die Zukunft. Der Traum von globaler Vernetzung ist mindestens 100 Jahre alt. Und die Furcht vor totaler Überwachung ebenfalls. Die Filmcollage „Dreams Rewired – Mobilisierung der Träume“ spürt dem Verhältnis zwischen Menschen und technischen Medien nach. Und immer wieder fragt man sich, wo denn das Gewaltmonopol liegt: Bedient sich die Menschheit der Kommunikationsmedien, oder sind die Rückkopplungen der Technologie auf Sprache, Körper und Verhalten maßgeblicher? Wem die Rede von der „Versklavung“ oder „Verdummun

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