Der weite Weg der Hoffnung

Geisterhaft spiegelt sich ein Mädchen in den Nachrichtenbildern, wie ein schwacher Schatten liegt es über Aufnahmen von Soldaten und Kriegsmaschinen, die widerstandslos durch die vom Licht zurückgeworfene Hülle seines Körpers gleiten. Wie gefangen scheint es im Fernseherapparat, gefangen in einer Realität, die es als ferne Fiktion erlebt. Doch nur wenige Schritte trennen es vom Balkon, über den gerade wirklich Militärhubschrauber hinwegdonnern. Es hebt die Hand, als könne es einen erhaschen, doch die Welt des Kriegs, der Roten Khmer, des Genozids, ist nicht zu (be-)greifen. Noch nicht. So beginnt Angelina Jolies fünfte Regiearbeit „Der weite Weg der Hoffnung“, basierend auf den gleichnamigen Memoiren der kambodschanischen Menschenrechtsaktivistin Loung Ung (gespielt von Sareum

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