Sofia Glasl

12 Beiträge gefunden.

Millennial Drifters

Mit „Der schlimmste Mensch der Welt“ hat der norwegische Regisseur Joachim Trier eine Trilogie vollendet, die er 2006 mit „Reprise“ begann und 2011 mit „Oslo, 31. August“ fortführte. Alle drei Filme kreisen einfühlsam und mit leisem Humor um Angehörige der Millennial-Generation auf der Suche nach Erfüllung: Kreativ und in vielem abgesichert, aber dennoch nah an der Melancholie. Eine Würdigung der „Oslo-Trilogie“.

Von Sofia Glasl

Anleitung fürs Leben - Mike Mills

Der 1966 geborene US-Filmemacher Mike Mills erzählt von Figuren, die ihre Überforderung mit dem Alltag verbindet. In seinem neuesten Werk „Come on, Come on“ (seit 24. März im Kino) ist es die Beziehung zwischen einem Radioreporter und seinem neunjährigen Neffen, die sich bei einer Interviewtour durch die USA behutsam entfaltet. Wie in allen seiner bislang vier Spielfilme beschreibt Mills spielerisch und mit viel Sensitivität die Suche nach Orientierungspunkten in einer überfordernden Welt.

Von Sofia Glasl

"Woche der Kritik" - Seele, Geist und Körper

Nach zwei Jahren des ausgebremsten Kinobetriebs besitzt die Suche nach Wegen aus dem Stillstand hohe Priorität. Dieses Thema stand auch im Zentrum der im Februar ausgerichteten „Woche der Kritik“, bei der die Rolle der Kulturkritik als wichtiges Element des Neuanfangs analysiert wurde. Die Veranstaltung präsentierte sich mit klugen Einwürfen und Zwischenpositionen.

Von Sofia Glasl

Woche der Kritik - To stream or not to stream

Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit: Eine „Woche der Kritik“ als reine Online-Veranstaltung, wo doch das Schaffen eines öffentlichen Resonanzraums, der Austausch, die Debatte zentrale Ziele sind? Doch die Veranstaltung, die auch 2021 wieder parallel zur „Berlinale“ stattfand, fand Wege, um sich auch in Zeiten des „Social Distancing“ selbst treu zu bleiben.

Von Sofia Glasl

A Different Class - Ben Wheatley

Ben Wheatley verpackt soziale Versuchsanordnungen in ausgefallene Genre-Mixturen. Gelernt hat er sein Handwerk als Autodidakt; bekannt wurde er mit Filmen wie „Sightseers“, „High-Rise“ und „Free Fire“. Am 21.10. startet bei Netflix seine Neuverfilmung von Daphne du Mauriers Schauer-Psychodrama „Rebecca“, womit Wheatley mit keinem Geringeren als Alfred Hitchcock wetteifert, der den Stoff 1940 verfilmte. Ein Porträt.

Von Sofia Glasl

An der Sch(m)erzgrenze - Takeshi Kitano

Er gilt vielen als einflussreichster japanischer Filmemacher seit Akira Kurosawa: Takeshi Kitano hat sich seit den 1970er-Jahren in seiner Heimat zur überlebensgroßen Medienfigur entwickelt, für internationale Cineasten ist er seit den 1990er-Jahren eine der prägenden Gestalten des japanischen Films, nicht zuletzt fürs Genre des Yakuza-Films. Seine vor zehn Jahren gestartete „Outrage“-Trilogie ist derzeit bei Amazon Prime zu entdecken.

Von Sofia Glasl

Bill Murray: Der Zen-Komödiant

Bill „Groundhog Day Ghost Bustin’ Ass“ Murray ist längst nicht mehr nur ein Schauspieler, sondern ein Kultfilm in Person und ein skurriles, komisch-melancholisches Gesamtkunstwerk. Derzeit ist der Star, der im September 2020 seinen 70. Geburtstag feierte, in „On the Rocks“ im Kino und ab 23.10. auf AppleTv+ zu sehen, seiner zweiten Zusammenarbeit mit Regisseurin Sofia Coppola nach "Lost in Translation". Eine Hommage.

Von Sofia Glasl