Sofia Glasl

8 Beiträge gefunden.

A Different Class - Ben Wheatley

Ben Wheatley verpackt soziale Versuchsanordnungen in ausgefallene Genre-Mixturen. Gelernt hat er sein Handwerk als Autodidakt; bekannt wurde er mit Filmen wie „Sightseers“, „High-Rise“ und „Free Fire“. Am 21.10. startet bei Netflix seine Neuverfilmung von Daphne du Mauriers Schauer-Psychodrama „Rebecca“, womit Wheatley mit keinem Geringeren als Alfred Hitchcock wetteifert, der den Stoff 1940 verfilmte. Ein Porträt.

Von Sofia Glasl

An der Sch(m)erzgrenze - Takeshi Kitano

Er gilt vielen als einflussreichster japanischer Filmemacher seit Akira Kurosawa: Takeshi Kitano hat sich seit den 1970er-Jahren in seiner Heimat zur überlebensgroßen Medienfigur entwickelt, für internationale Cineasten ist er seit den 1990er-Jahren eine der prägenden Gestalten des japanischen Films, nicht zuletzt fürs Genre des Yakuza-Films. Seine vor zehn Jahren gestartete „Outrage“-Trilogie ist derzeit bei Amazon Prime zu entdecken.

Von Sofia Glasl

Bill Murray: Der Zen-Komödiant

Bill „Groundhog Day Ghost Bustin’ Ass“ Murray ist längst nicht mehr nur ein Schauspieler, sondern ein Kultfilm in Person und ein skurriles, komisch-melancholisches Gesamtkunstwerk. Derzeit ist der Star, der im September 2020 seinen 70. Geburtstag feierte, in „On the Rocks“ im Kino und ab 23.10. auf AppleTv+ zu sehen, seiner zweiten Zusammenarbeit mit Regisseurin Sofia Coppola nach "Lost in Translation". Eine Hommage.

Von Sofia Glasl

Frei im Wüstenwind

Uisenma Borchu wurde 1984 in Ulaanbaatar in der Mongolei geboren und zog 1988 mit ihren Eltern in die DDR. Für ihren Diplomfilm „Schau mich nicht so an“ wurde sie 2015 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Bei ihrem zweiten Film „Schwarze Milch“ schrieb sie das Drehbuch, führte Regie und spielt die Hauptrolle. Ein Gespräch über den autobiografischen Zugang zu dem Stoff, notwendige Emanzipation in der Mongolei und die Abstimmung mit dem nomadischen Lebensstil beim Dreh.

Das Gespräch führte Sofia Glasl

Déjà-vu und Quantensprung: Der US-Regisseur Shane Carruth

Nach seinem Science-Fiction-Debüt „Primer“ (aktuell bei Mubi zu sehen) aus dem Jahr 2004 wurde der US-Independent-Filmemacher Shane Carruth als „uneheliches Kind von David Lynch und James Cameron“ gehypt. Obwohl Carruth sich seitdem rarmacht und nur einen weiteren Film, „Upstream Color“ fertiggestellt hat, genießt der Film-Autodidakt mittlerweile Kultstatus. Ein Porträt.

Von Sofia Glasl

Das Herz ist ein Muskel in der Größe einer Faust

Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA reißt nicht ab, durch Handykamera-Aufnahmen verfügen Bürgerrechtsbewegungen inzwischen aber über ein Druckmittel, den staatlichen Rassismus nicht unter den Teppich zu kehren. Das afroamerikanische Kino hat auf diese Entwicklung mit selbstbewussten Werken reagiert, die einen Gegenentwurf zur „weißen“ Hollywoodkultur bilden.

Von Sofia Glasl

Zum Tod von Lynn Shelton

Die US-amerikanische Independent-Regisseurin Lynn Shelton (27.8.1965-15.5.2020) galt als eine Ikone des Mumblecore-Films. Mit ihrem Do-it-yourself-Konzept hat sie sich gegen die Einflussnahme von außen geschützt und vielschichtige und kluge Beziehungskomödien geschaffen.

Von Sofia Glasl